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Zusammenhalt und Solidarität

Die Marienauer Schulgemeinschaft ist sehr bewegt von den Ereignissen in der Ukraine. Uns berührt das Schicksal des Landes und der Menschen, die von einer Minute auf die andere gezwungen sind, ihr Zuhause verlassen zu müssen, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen.


Die UNESCO Projektschulen, zu deren Netzwerk Marienau gehört, möchten ein Zeichen setzen. Sie haben jeweils Friedenszeichen gebildet, aus den Bildern wird eine Collage entstehen. Inés Mercado freut sich darüber, dass so viele Schülerinnen und Schüler mitmachen wollten, dass wir den Fototermin gerne zeitlich vorzogen, damit auch alle Tages- und Ganztagesschüler teilnehmen konnten. Doch es erschöpft sich nicht in der Symbolik: Die Marienauer Schulgemeinschaft geht tatkräftig zu Werke, die Bereitschaft unter den Schülerinnen und Schülern zu helfen, ist sehr groß. Viele Tischgruppen spenden ihr Geld, das für den Gruppenabend vorgesehen ist. Mehrere Klassen haben sich Aktionen überlegt und auch schon durchgeführt, um Spendengelder zu sammeln. In den großen Pausen werden seit einer Woche Kuchen, Zuckerwatte, Fruchtpunsch oder Waffeln verkauft, das Geld fließt z.B. an das Kinderhilfswerk UNICEF Ukraine.

Allein beim Kuchenverkauf der 6. Klasse am vergangenen Samstag sind gut 400 Euro zusammengekommen. Die Marienauer Eltern unterstützen hier kräftig, indem sie mitbacken und vorbereiten und ebenfalls spenden. Darüber hinaus hat die 7. Klasse große Spendenboxen aufgestellt. Hier können Kleidung, Schlafsäcke, Hygieneartikel, Schulmaterial wie Blöcke und Stifte u.v.m. gespendet werden. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sammelten bereits Hilfsgüter und bestückten damit Transporte aus der Marienauer Umgebung an die polnisch-ukrainische Grenze nach Mikolajki bzw. sind selbst mit einem bis an die Decke gefüllten Transporter nach Polen gefahren.

Schulleiterin Heike Elz nutzte die Zeit beim Mittagessen für eine Ansprache. Sie hob hervor, wie beeindruckt sie von der Welle der Hilfsbereitschaft für die Flüchtenden ist, und legte den Fokus auch auf die Marienauer Gemeinschaft hier vor Ort. „Wir sind eine internationale Schulgemeinschaft, die hier friedlich und respektvoll miteinander lebt. Wir haben auch Marienauer*innen, die selbst aus Russland kommen oder deren Familien aus Russland stammen“. Heike Elz warb dafür, offen miteinander zu sprechen, und stellte klar, dass Anfeindungen weder fair noch gerechtfertigt seien: „Und es ist ganz besonders in diesen Zeiten wichtig, den Respekt und die Wertschätzung füreinander hochzuhalten. Hier sollen sich alle sicher und willkommen fühlen."